
Kontakt zur Inland-Mission
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Warum neue Gemeinden in Deutschland gründen?
1. Weil Deutschland ein "heidnisches Land mit christlichen Restbeständen" ist! (Zitat aus "Der Spiegel")
- Weniger als 5 % der Bevölkerung besucht regelmäßig Gottesdienste.
- Nur ca. 2 % der Bevölkerung ist evangelikal geprägt.
- Mehr als 60 % der Städte und Gemeinden (Dörfer) haben keine freikirchliche christliche Gemeinde.
- Geschätzte 80 % der Bevölkerung lebt außerhalb des Einflussbereichs einer christlichen Gemeinde (keine oder kaum soziologische oder kulturelle Kontakte).
- Viele "Missionsländer" wie z.B. Philippinen, Indonesien, einige Länder Südamerikas und Afrikas haben mehr "wiedergeborene" Christen als Deutschland.
- Für religiös / spirituell interessierte und suchende Menschen gibt es immer mehr nichtchristliche Angebote.
- Viele evangelische und katholosche Kirchengemeinden geben Standorte auf, obwohl vor Ort noch viele Menschen sind, die eine christliche Anlaufstelle in ihrer Nähe brauchen.
2. Weil Jesus zur Mission und Gemeindegründung beauftragt!
- Jesus selbst betrachtete sich als Gesandter zu den verlorenen Menschen (Lk 5,31-32; 19,10).
- Obwohl Jesus und seine Jünger sich zunächst in erster Linie an Israeliten wandte (Mt 10,5-6; 15,24), suchte er immer wieder auch die Begegnung mit anderen Kulturgruppen (Mt 15,21ff; Mk 3,8; 7,31; Joh 4).
- Jesus beauftragt seine Nachfolger zur Mission unter allen Völkern (Mt 28,19-20), wobei "Völker" auch als "Volksgruppen" verstanden werden kann.
- Mission führte im Neuen Testament immer zur Gründung von Gemeinde (Bildung christlicher Gemeinschaft zur Zurüstung und Sendung der Geretteten) und aus der Gemeinschaft heraus wurde wiederum missioniert (Mt 10,5ff; Lk 10,1ff; Apg 11,19-30; 13,1-3; 14,23; Röm 1,8; 1.Thess 1,6-8).
- Die Zukunft der Gemeinde Jesu liegt in der Ernte (nicht in der Scheune), "darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte" (Lk 10,2).
3. Weil missiologische und strategische Gründe dafür sprechen!
- Missiologische Forschungen haben ergeben, dass die Gründung neuer Gemeinden die effektivste Form der Evangelisation ist (Peter Wagner). Was natürlich nur gilt, wenn sie als solche verstanden und gelebt wird.
- In Gebieten mit wenig evangelikalen und missionarischen Gemeinden kann Mission nur in Verbindung mit Gemeindegründung geschehen. Es gibt keine Alternativen.
- Auch in Gebieten mit vielen christlichen Gemeinden werden leider noch längst nicht alle Menschen von den bestehenden Gemeinden erreicht. Und auch nicht alle evangelikalen freikirchlichen Gemeinden sind missionarisch aktiv.
- Jede bestehende christliche Gemeinde wird abhängig von Arbeitsweise und Angeboten nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung in ihrem Einzugsbereich erreichen, auch wenn es keine Gemeinde für eine bestimmte Zielgruppe ist. Aus dem Grund können auch mehrere FeGs in einer Stadt entstehen.
- Zunehmend sterben Gemeinden, werden ganz aufgegeben oder zusammengelegt, vor allem evangelisch-landeskirchliche und katholische, aber auch freikirchliche. Leider werden wir das nicht verhindern können. Der dadurch freiwerdende sozio-kulturelle Raum will eingenommen werden durch neue FeG oder andere Freikirchen, wenn nicht, dann werden Sekten und andere religiöse Gruppen den Raum einnehmen.